Category Archives: Kurzrezension

Tatort im Kino: Mein Revier

Mal was anderes: Das alte Schlachtross der Sonntagabendunterhaltung auf der großen Kinoleinwand. Das geht (unter anderem vermutlich) im Multiplex-Kino in der Ruhrgebietsmetropole Lünen. Freier Eintritt, keine Werbung – durchaus empfehlenswert.

Für den zweiten Fall des neuen Dortmunder Krimis gilt diese Empfehlung nur bedingt. Hauptkommissar Faber (Jörg Hartmann) ist eine Wucht, der Plot platziert sich allerdings eher im unteren Mittelfeld.

Generell wäre es der Tatort-Reihe zu empfehlen, sich von der Verkrampfung der persistenten Sozialkritik zu lösen. Ein einfacher Mord aus Eifersucht oder ein missglückter Banküberfall geben auch gute Krimi-Drehbücher her.

Wertung: 5 Stars (5 / 10)

Infos:
Jörg Hartmann
Anna Schudt
Aylin Tezel
Stefan Konarske
Thomas Arnold
Robert Schupp
Tanja Schleiff
Matthias Komm
Aleksandar Radenkovic
Adrian Can
Yusuf “Edy” Erdugan
Simona Theoharova 

Regie: Thomas Jauch
Buch: Jürgen Werner
Kamera: Clemens Messow
Musik: Stephan Massimo

Rommel [Kurzrezi]

Mit erstaunlichem Personalaufwand (es fehlte wirklich nur noch der allgegenwärtige Heino Ferch) versucht die ARD, die letzten Monate im Leben von “Wüstenfuchs” Erwin Rommel nachzuzeichnen. Hölzerne Dialoge, ein lächerlicher Hitler und ein allzu ulihoeneßhafter Rommel (Ulrich Tukur) sorgen dafür, dass es bei diesem Versuch bleibt. Jede Folge History ist interessanter.

Wertung: 3 Stars (3 / 10)

Infos: 
Erwin Rommel Ulrich Tukur
Hans Speidel Benjamin Sadler
Lucie Rommel Aglaia Szyszkowitz
Günther von Kluge Thomas Thieme
Adolf Hitler Johannes Silberschneider
Gerd von Rundstedt Hanns Zischler
Caesar von Hofacker Tim Bergmann
Comtesse Vicky Krieps
Hermann Aldinger Robert Schupp
Hans-Georg von Tempelhoff Max von Pufendorf
Günther Blumentritt Oliver Nägele
Carl-Heinrich von Stülpnagel Hubertus Hartmann
Heinz Guderian Klaus J. Behrendt
Leo Geyr von Schweppenburg Hary Prinz
Rudolf Schmundt Harry Blank
Karl Daniel Michael Kranz
Manfred Rommel Patrick Mölleken
Eberhard Finckh Jochen Noch
Wilhelm Keitel Joe Bausch

Buch und Regie: Niki Stein
Kamera: Arthur W. Ahrweiler
Schnitt: Corinna Dietz-Heyne
Musik: Jacki Engelken, Ulrik Spies

From Paris with Love [Kurzrezi]

…oder: Jason Bourne meets Alarm für Cobra 11. Was zunächst durchaus gefällig als actionreicher Buddymovie im Agentenmilieu beginnt, gleitet leider irgendwann ins Absurde ab. Das Finale ist dann fast schon eine Frechheit. Außerdem optisch äußerst gewöhnungsbedürftig: John Travolta mit Glatze und Stromberg-Bart.

Wertung: 3 Stars (3 / 10)

Infos:

From Paris with Love (Blu-ray) bestellen

Darsteller: John Travolta, Jonathan Rhys-Meyers, Kasia Smutniak, Melissa Mars
Regisseur: Pierre Morel
Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 92 Minuten

Die Brücke von Arnheim (OT: A Bridge Too Far) [Kurzrezi]

Kriegsfilm-Klassiker mit fast schon perversem Staraufgebot und opulenter Ausstattung. Trotz etwas sehr viel Bumm-Bumm sehenswert.

Wertung: 7 Stars (7 / 10)

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Infos: 

Die Brücke von Arnheim (DVD) bestellen

Darsteller: Sir Laurence Olivier, Sir Sean Connery, Robert Redford, Dirk Bogarde, James Caan, Michael Caine, Edward Fox, Elliott Gould, Gene Hackman, Anthony Hopkins, Hardy Krüger, Ryan O’Neal, Maximilian Schell
Regisseur: Lord Richard Attenborough
Komponist: John Addison
Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch
Studio: MGM Home Entertainment
Spieldauer: 160 Minuten

Bei youtube gibt es den Film in der englischen Originalversion und akzeptabler Qualität:

Die Spur der Jäger (OT: Jägarna) [Kurzrezi]

Schwedischer Actionthriller von 1996 mit Superstar Rolf Lassgård (Wallander, Nach der Hochzeit) in der Hauptrolle.

Polizist Erik (Lassgård) kehrt nach dem Tod des Vaters aus Stockholm in seine provinzielle Heimatstadt zurück, um ein neues Leben zu beginnen. Dort kommt er rasch einer Bande von Wilderern auf die Schliche, zu der auch sein Bruder gehört. Die Gruppe wird von den Einheimischen und sogar Teilen der Polizei gedeckt.

Als durch einen Jagdunfall ein Mensch stirbt, gerät die bereits angespannte Situation außer Kontrolle.

Hervorragend fotografierter Thriller, dem man sein Alter zumindest technisch nicht ansieht – im ZDF war der Film heute Nacht sogar in HD zu sehen. Trotz leichter Schwächen bei Handlung und Charakterzeichnung bleibt der Film stets kurzweilig. Lassgård wie gewohnt stark.

Wertung: 6 Stars (6 / 10)

Darsteller: Rolf Lassgård, Lennart Jähkel, Jarmo Mäkinen
Regisseur: Kjell Sundvall

Die Genies der deutschen Filmverleiherbranche scheinen hier offenbar mal wieder ganze Arbeit geleistet zu haben. Jedenfalls gibt es zwei abweichend betitelte DVD-Versionen, die sich auch in der Lauflänge unterscheiden. Ihnen ist allerdings gemein, dass sie nur die Deutsche Sprachausgabe beinhalten.

Ein Jahr nach morgen (ARD) [Kurzrezi]

“Ich hätte ihnen zugehört, denn ihnen hat sonst niemand zugehört.”

~ was Marilyn Manson den Attentätern Columbine zu sagen gehabt hätte

Wie gehen Eltern, wie gehen Mitmenschen mit der Unfassbarkeit eines jugendlichen Amoklaufes um? Welche Fragen drängen sich auf? Gibt es überhaupt Antworten?

Natürlich nicht. Und trotzdem erwarte ich von einem Spielfilm-Regisseuer etwas mehr als das verfilmte Chaos im Kopf eines zornigen Teenagers.

Mein Fazit fällt daher eher durchwachsen aus, obwohl der Film in seiner inszenierten Langsamkeit stark und bildgewaltig beginnt. Doch irgendwann gleitet er ins Abstruse ab.

Spätestens als die Mutter der 16-jährigen Attentäterin mit deren bestem Freund rummacht, habe ich auf Durchzug geschaltet.

Wertung: 4 Stars (4 / 10)

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Infos: 

Regie und Buch: Aelrun Goette
Kamera: Sonja Rom
Musik: Annette Focks
Darsteller: Margarita Broich, Rainer Bock, Jannis Niewöhner, Gloria Endres de Oliveira

» Film in der ARD Mediathek anschauen (ab 20 Uhr)

Watchmen – Die Wächter (OT: Watchmen) [Kurzrezi]

Ich und Comicverfilmungen? Schwieriges Thema. Und auch die vielgelobten Watchmen sind irgendwie so gar nicht mein Fall. Klar, visuell alles super, gute 80s-Atmosphäre, der alternative Geschichtsverlauf ist ein hochinteressanter Ansatz. Aber ansonsten? Die Figur des Dr. Manhattan ist, ich muss es so klar ausdrücken, absolut dämlich. Ein superduper Überwesen, das alles kann und mal eben so zum Mars fliegt? Laaaaaangweilig.

Wertung: 4 Stars (4 / 10)

Infos (Kauf-Version):

» Watchmen – Die Wächter (2 Discs, limited Steelbook Edition) bestellen

Darsteller: Malin Akerman, Billy Crudup, Matthew Goode
Regisseur: Zack Snyder
Sprache: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Paramount Home Entertainment
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 155 Minuten

Trailer: